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Argumente zu W 16

Wählen mit 16 eine Notwendigkeit?
Gerade mangelnde Mitbestimmungsmöglichkeit und jugendfeindliche Politik schafft Politik-verdrossenheit bei den Jugendlichen. Hat die Jugend die Möglichkeit ihre Wünsche, Bedürfnisse und Ideen umzusetzen, ist sie sehr wohl bereit, sich politisch zu engagieren. In anderen Bundesländern zeigt sich, dass die Wahlaltersenkung zu einer Politisierung der Jugendlichen geführt hat. Dies kann der Gesellschaft nur gut tun, denn letztendlich führt eine Politisierung der Jugendlichen dazu, dass sich die Gesellschaft auch in Zukunft weiter mit politischenFragen auseinandersetzt.

Gleichgewicht der Generationen muss gewahrt bleiben
Damit das Gleichgewicht der Generationen nicht verloren geht, ist es notwendig, den Jungen mehr Entscheidungsgewalt zukommen zu lassen. Denn die Bevölkerungsentwicklung zeigt, dass die Gruppe der über 60jährigen im Vergleich zu den Jugendlichen immer größer wird. Es besteht die Gefahr, dass die Interessen junger Menschen immer mehr an den Rand gedrängt werden. Generationensolidarität bedeutet nun nicht, eine finanzielle Umverteilung von den PensionistInnen zu den Jungen. Junge und alte Menschen müssen lediglich gleichermaßen ihren Gestaltungswillen umsetzen können.

Jugendliche wollen wählen, um sich Gehör verschaffen zu können
Politik von Heute bestimmt die Zukunftschancen von Morgen, daher ist es unverständlich warum die Hauptbetroffenen aus dem politischen Geschehen ausgeschlossen werden. Ihre Bedürfnisse und Anliegen würden mit einem Mal entsprechend ernster genommen. Die Wahlbeteiligung Jugendlicher zwischen 16 und 18, beispielsweise im Burgenland, beweist das Interesse an der Mitbestimmung. So waren dort 80 % in diesem Wählersegment bei den Urnen.

Sind 16jährige reif für Mitbestimmung?
Jugendliche mit 16 Jahren haben bereits sehr viele Rechte und Pflichten in unserer Gesellschaft, dürfen heiraten, Verträge abschließen, den Führerscheinkurs beginnen, …! Beim Wählen hatte die Mitbestimmung bisher aber ein Ende. Im Übrigen lernen Jugendliche bereits in der Schule oder im Lehrbetrieb mit zu bestimmen, wie etwa bei Jugendvertrauensrats- oder SchülerInnenvertretungswahlen. Wahlgänge in anderen Bundesländern haben eindrucksvoll bewiesen, dass Jugendliche zwischen 16 und 18 Jahren genauso Gebrauch von ihrem Wahlrecht machen wie die Erwachsenen.

Sind Jugendliche leicht manipulierbar?
Jugendliche sind mit Massenmedien gut ver­traut und daher sehr versiert im Umgang mit meinungsbildenden Informationen. Warum nicht wählen ab 14? Wählen mit 16 ist erprobt und setzt genau in dem Alter an wo die politischen Entscheidungen einenjungen Menschen gravierend betreffen. Lehre, Höhere Schulausbildung, Wehr- oder Zivildienst, Führerscheinausbildung. Genau für diesen Lebensabschnitt ist eine Wahlbeteiligung so wichtig.